Montag, 11. Dezember 2017

Die Griswolds ….





…waren gestern bzw. vorgestern.
Jetzt kommen die Piano guys -  absolut erhellend, im wahrsten Sinn des Wortes!





Sonntag, 10. Dezember 2017

Salzburger Sonntagsspaziergang



Der zweite Adventsonntag hat heute sonnig aber eisig begonnen und nachdem die Vorhersagen für den Nachmittag wieder sehr trübe waren, gingen wir Bellfrells schon vormittag in die Stadt.


Vom Westen zogen ohnehin schon wieder Wolken herüber.


Untersbergblick



Über den Kirchendächern der Altstadt war es noch strahlend:



Franziskanerturm



Dom und jesus



Halbmond Kirchturm Margaretenkapelle



Wenn man im Advent schon in die Salzburger Altstadt geht, muß man doch auch auf einen Christkindlmarkt, zumindest kurz durchmarschieren, und Heerscharen von italienischen Salisburgo-Fans zusehen, wie sie sich an unserer italienischen Barockstadt erfreuen.


Sternbogen




Sterntor Christbaumkugeln


Engel der Kategorie Silber hängen  ihre Flügel vorzugsweise in rotkugeligen Weihnachtsgirlanden oder in Bäumen auf.


Flügel im Baum



Die selteneren Goldengel bevorzugen es  hingegen, ihre Flügel ordentlich unter Dach abzustellen,….



Engelsflügel Abgabestelle



…..um dann die Schafe zu füttern.


Schafe 2



Durch die Getreidegasse führt dieses Jahr eine Galaxie aus roten Rubinen und Brillianten-


Girlanden



….direkt bis zu St. Blasius.


Getreidegasse mit Blasiuskirche



Apropos Blasius: Nach vielen Schritten über Mülln und die Stiege hinauf zum Mönchsberg….


Eisige Spuren


….einem Postkartenblick auf die Salzburger Altstadt im WInter…



Postkartenblick



…konnten wir sehen, daß es in den Salzburger Bergen schon ordentlich wehte:


Gebirgssturm


Schnell noch einen Schneemann gebaut, bevor der Föhnwind in den kommenden Tagen
den restlichen Schnee wieder verbläst.



Mini Schneemann


Und wie die Eiszapfen ….



Eiszapfen



gehen die zwei Bellfrells zurück nach Hause.


2 Möwen DSCN2401




Freitag, 8. Dezember 2017

Maria Empfängnis



Neun Monate vor dem Fest  Maria Geburt ( 8. September) feiert die katholische Kirche am 8.Dezember das Hochfest Maria Empfängnis. Es ergibt sich somit, daß dieser Feiertag mitten in den Advent fällt und eigentlich so gar nichts mit dem Advent und Weihnachten zu tun hat.
Und dennoch:

Ohne Maria kein Jesus -  ohne Maria keine Kirche – wie sich wesentlich später noch herausstellen wird, als die Hl. Jungfrau mit den Aposteln quasi auf den Hl. Geist gewartet hat.


 
»…Sie hat an dieser Sendung Jesu teil: die Erinnerung an Jesus zu wahren und so seine Gegenwart zu wahren. Zum letzten Mal wird Maria in den beiden Schriften des hl. Lukas am Sabbat erwähnt: dem Tag des Ruhens Gottes nach der Schöpfung, dem Tag der Stille nach dem Tod Jesu, in Erwartung seiner Auferstehung. Und darin wurzelt die Tradition des Mariensamstags. Zwischen der Himmelfahrt des Auferstandenen und dem ersten christlichen Pfingsten versammeln sich die Apostel und die Kirche mit Maria, um mit ihr auf die Gabe des Heiligen Geistes zu warten, ohne die man nicht zu Zeugen werden kann. Sie, die ihn bereits empfangen hat, um das fleischgewordene Wort hervorzubringen, teilt mit der ganzen Kirche die Erwartung eben dieser Gabe, damit im Herzen eines jeden Gläubigen »Christus Gestalt annimmt« (vgl. Gal 4,19). Wenn es ohne Pfingsten keine Kirche gibt, gibt es ohne die Mutter Jesu auch kein Pfingsten, denn sie hat auf einzigartige Weise das gelebt, was die Kirche jeden Tag unter dem Wirken des Heiligen Geistes erfährt. Der hl. Chromatius von Aquileia kommentiert die Bemerkung der Apostelgeschichte so: »Die Kirche versammelte sich also im Obergemach gemeinsam mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. Man könnte sie nicht Kirche nennen, wenn nicht Maria zugegen wäre, die Mutter des Herrn. … Die Kirche Christi ist dort, wo die Menschwerdung Christi aus der Jungfrau verkündet wird; und wo die Apostel verkünden, die Brüder des Herrn, dort hört man das Evangelium« (Sermo 30,1: SC …«

…..

Liebe Freunde, das menschliche Leben macht verschiedene Übergangsphasen durch, die oft schwierig und anspruchsvoll sind, die unaufschiebbare Entscheidungen, Verzicht und Opfer verlangen. Die Mutter Jesu wurde vom Herrn in entscheidende Augenblicke der Heilsgeschichte gestellt und hat es immer verstanden, mit voller Bereitschaft zu antworten, Frucht einer tiefen Verbindung mit Gott, die im unablässigen und tiefen Gebet herangereift ist. Zwischen dem Freitag des Leidens und dem Sonntag der Auferstehung wurde ihr der Jünger anvertraut, den Jesus liebte, und mit ihm die ganze Gemeinschaft der Jünger (vgl. Joh 19,26). Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten befindet sie sich »mit« und »in« der Kirche im Gebet (vgl. Apg 1,14).

Als Mutter Gottes und Mutter der Kirche übt Maria ihre Mutterschaft bis zum Ende der Geschichte aus.«

Papst Benedikt XVI. , 14.3.2012




Somit gebührt diesem Feiertag im Advent, welcher der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria gewidmet ist, größte Aufmerksamkeit; denn mit Maria Empfängnis beginnt alles: Maria wurde erwählt, den Sohn Gottes zu gebären, sie begleitete ihn bedingungslos bis zu seinem Tod am Kreuz, als alle seine Jünger das Weite gesucht haben und sie wartete später gemeinsam mit seinen Jüngern auf die Sendung des Hl. Geistes.

Schade, daß dieser so besondere und wichtige Feiertag in heutiger Zeit lediglich zum wichtigsten Einkaufstag in der Adventzeit und maximal zum rührseligen Glühwein- und Keksverkostungsgelage verkommen und in vielen Ländern nicht einmal mehr ein gesetzlicher Feiertag ist.


In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern
einen gesegneten Feiertag Maria Empfängnis!



Margareten Kapelle 1

Flügelaltar in der Margareten Kapelle St. Peter in Salzburg







Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nikolaus!



Ein Höhepunkt im Advent meiner frühen Kindheit war zweifelsohne der Besuch des Nikolaus.
Jedes Jahr machte ich mir Gedanken ob er denn wieder käme und ob ich abermals diese gut riechenden, kleinen Orangen (Mandarinen) bekäme, die kleinen Nikolo-Äpfel, die Erdnüsse und diese ganz kleinen einzeln verpackten Milka Schokoladestücke.
Soweit ich mich erinnern kann, kam der Nikolaus bis ich 6 Jahre alt war, dann kam er nicht mehr, weil ich im katholischen Kindergarten, in den ich geschickt wurde (dieser war praktischerweise gleich um die Ecke) erfahren habe, daß der Nikolaus, der da jedes Jahr zu mir gekommen ist, nicht der echte Nikolaus war.
Interessanterweise kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ob diese Echtheitsfrage weiter erläutert worden ist oder ob es damit endete, daß ich mein neu erworbenes Wissen meinen Eltern zu Hause an den Kopf geworfen habe und diese Phase somit zu Ende ging. Ich weiß nur noch, daß meine Mutter sich einmal ziemlich verärgert darüber ausgelassen hat, daß man mir nicht wenigstens bis zum Eintritt in die Volksschule, den Kinderglauben an den Nikolaus und an das Christkind gelassen hat.

Wie auch immer, wenn der Nikolaus wieder gegangen ist, habe ich meinen Vater stets gefragt, wohin der Nikolaus denn nun ginge und seine im Nachhinein als süffisant zu betrachtende Antwort war immer: “Jetzt besucht er noch andere Kinder und dann schwimmt er die Salzach hinunter.”

Meine Eltern waren keine praktizierenden Katholiken, sie verwehrten mir aber Gott sei Dank nicht die gute alte, mehr oder weniger katholische Erziehung und wenngleich ich auch von mir selbst aus in einer später revoltierenden Phase äußerst kirchenfern agierte, so habe ich letztlich über die Musik und viele andere Faktoren wieder meinen Platz in der Una Sancta Catholica gefunden.

Der Nikolaus schwimmt  die Salzach hinunter – wenn ich mir diese Worte meines vor fast 10 Jahren verstorbenen Vaters so überlege, haben sie nunmehr, in Bezug auf die heutige katholische Kirche fast etwas Prophetisches:
Nicht nur der Nikolaus schwimmt die Salzach runter, die katholische Kirche oder zumindest einige ihrer Repräsentanten scheinen eifrigst bemüht, die Kirche den Bach runter schwimmen zu lassen.
Die teilweise schon abstrusen Bestrebungen, sich bei Zeitgeistströmungen beliebt zu machen und Dogmen und Lehre zu verwässern, in der irrigen Annahme dadurch mehr Schäfchen halten zu können, haben bis jetzt doch immer nur das Gegenteil bewirkt.

Die Nikoloäpfel und Mandarinen meiner frühen Kindheit haben so süß und intensiv geschmeckt  - heute schmecken sie meist nur schal oder leicht sauer. Sie erscheinen mir wie ein Sinnbild für den Zustand der Kirche dieser Tage: Entmystifiziert, bemüht, möglichst neutral und anbiedernd an die Bequemlichkeit einer enthemmten Gesellschaft zu agieren sowie den moralischen Anspruch an die Bedürfnisse der  Menschen anzupassen, anstatt umgekehrt, einen moralischen Anspruch zu bieten, den es zu erreichen gälte.

Ich wünsche mir zum heutigen Nikolaustag eine Mandarine, die wieder wie eine Mandarine schmeckt und eine Kirche, die nicht zur coolen Eventagentur verkommt, sondern sich ihrer wahren Aufgaben wieder bewußt wird:
Den Glauben zu verkünden und auch zu bewahren.



Nikolaus von Myra Ikone Aleksa Petrov 1294


Bildquelle



Samstag, 2. Dezember 2017

Adventkalender



Gestern, am 1. Dezember war das erste Türchen des Adventkalenders fällig.
Bei uns in Österreich heißt das so, Adventkalender und nicht Adventskalender mit dem komischen s mittendrin, das ähnlich einem Binnen Iiieh   völlig deplatziert lust- und sinnlos im Wort herumsteht. 
Also gestern das erste Türchen:



1 Advent




Ein bißchen Winter in Salzburg (9)



In österreichischen Adventkalendern findet man  die üblichen Verdächtigen, also entweder Schokolade, kleine Bildchen von winterlichen, bzw. adventlichen Motiven oder Engelchen –  all das, was man sich halt im Advent so unter Advent vorstellt.

Heute Nacht hatte ich einen Traum.
Ich war in Deutschland und mußte mir noch schnell einen original deutschen, immerwährenden Einheits Adventskalender  - ja die haben das s in der Mitte rumhängen – besorgen.
Als ich dann heimgehastet war, den Kalender auspackte und das erste Türchen öffnen wollte:



Merkeladventraute


Gott sei Dank bin ich dann heute wieder in Salzburg aufgewacht….


2 Advent


Winterfestung mit Gaisberg



Dienstag, 28. November 2017

Der Kardinal König Preis…




… geht an die Schöpferin eines Weltgerichts namens  “Symposium on the dark ages” ,  bestehend aus ein paar wächsernen Irgendetwasdingerchen, die auf einem dreiteiligen Klapptisch arrangiert in angeblicher Korrespondenz zum Weltgerichtstryptichon von Hieronymus Bosch stehen.

csm_Symposium_on_the_Dark_Ages_dec92f6966 Gabain prämiertes Weltgericht

»Ausschlaggebend für die Entscheidung war die aktuelle Thematik, der sich die Künstlerin in besonderer Weise widmet: Die Unversehrtheit der menschlichen Existenz ist nicht selbstverständlich; prekäre Lebenssituationen, Verletzung, Verlust werden von der Künstlerin in Form von wächsernen Gliedmaßen, Kunststoff-Knochenteilen, Bildern von mutierten Konsumgütern visualisiert. Zwischen zuckerlrosa Verführung und erschreckender Irritation changieren die skulpturhaften Objekte und gleichsam museal vorgeführten Versatzstücke aus Kerstin von Gabains plastischem Repertoire…«  

csm_Detail_zu_Symposium_on_the_Dark_Ages_0a484bfb7a grünes Ding

rotes Ding Weltgericht Gabain

Begründung der Jury
Die Jury würdigt mit dem Werk von Kerstin von Gabain eine komplexe künstlerische Position, die von der Integrität und Bedrohtheit von Körpern, Menschen und Objekten handelt. Ihren Objekten und Fotografien verleiht die Künstlerin einen ambivalenten Charakter zwischen Verletztheit und Verführung, zwischen ansprechender Ästhetisierung und abgründiger Irritation.
Sie gestaltet Installationen und Ensembles, mit denen sie motivische Bezüge zur Kunst-und Wissenschaftsgeschichte freilegt. Wachsabgüsse und Gipsbandagen geben u.a. Körperteile, Möbelstücke, Knochenquerschnitte wider und lösen beim Betrachter Gefühle zwischen Unbehagen und Faszination aus. Mit ihren Artefakten bezieht sie sich neben medizinischen Präparaten und Designobjekten auch auf Konsumartikel, Reliquien und Votivgaben, um damit aktuelle gesellschaftspolitische und existenzielle Fragestellungen zu berühren. Ihre Vermenschlichung von Gegenständen verweist zugleich auf die pure Materialität und Hinfälligkeit alles Menschlichen und Organischen.
Kerstin von Gabain deutet Bild-Traditionen radikal um; sie spielt auf den Objekt- und Fetischcharakter von musealen Exponaten ebenso an wie auf den manipulativen Charakter von Ausstellungen. Quelle

Ah ja.
Nun verstehe ich alles.
Jetzt weiß ich Bescheid.
Die 11 000 Euro Preisgeld sind wirklich bestens angelegt.





Sonntag, 26. November 2017

Salzburger Sonntagsspaziergang



Nach dem Gang zur Wahlurne  - in Salzburg wurde heute der Bürgermeister gewählt und wie es aussieht, dürfen wir demnächst noch einmal stichwählen-  hatte das Bellfrell trotz des trübfrostigen Wetters noch Lust einen Spaziergang zu unternehmen.


Möwe Freisaal

Also dann,  los geht’s!

Gaisberg mit Möwe

Im Schloß Leopoldskron tut sich heute allerhand!

Leopoldskron von der Seite

Durch die lampe 2



Durch die lampe


Es werde Licht!

3 Lampen



2 Lampen und Büste


Feuer!

Feuerstelle 1


Feuerglut


Leopoldskron Weiher Fassade 2

Des Schloßherren Blick zum Untersberg

Untersbergblick

»Reich mir die Hand mein Leben
komm auf mein Schloß mit mir…«

Statuen



Leopoldskron Weiher Fassade