Donnerstag, 10. August 2017

Also doch mit dem Islam zu tun?


Wie die Pawlowschen Hunde schießen sie hervor, wenn es nach einem Terrorattentat darum geht, sofort Richtung Öffentlichkeit zu bellen, daß das alles nichts mit dem Islam zu tun habe. Abgesehen davon, daß ganz allmählich die Zielpersonen sämtlicher politisch korrekter Konditionierungsversuche resistenter werden, haben wir nun in Deutschland den Fall, der uns vor eine ganz neue – zumindest für Beschwichtigungs- und Schönredner- Situation stellt:

»Ahmad A. erklärte, nicht im Namen des sogenannten Islamischen Staates gehandelt zu haben, sondern berief sich bei seiner Tat direkt auf den Religionsstifter Mohammed…..Am Freitag selbst habe ihn eine Predigt aufgewühlt, die er in der Hamburger As-Sahaba-Moschee gehört habe, die unmittelbar neben dem späteren Tatort liegt. Es sei in der Predigt um die Al-Aksa-Moschee in Jerusalem gegangen, eine der bedeutendsten Moscheen in der islamischen Welt. Erst unlängst kam es dort zu Auseinandersetzungen. Es gibt keine Hinweise, dass die Predigt in der As-Sahaba-Moschee radikal war oder Gewalt befürwortete.« Quelle

Das wird jetzt in der Tat schwierig.
Einerseits dürfen psychisch verwirrte, spontan oder längerfristig radikalisierte Einzeltäter, die sich dem IS zugehörig fühlen normalerweise nichts, aber auch schon gar nichts mit dem Islam zu tun haben und dann kommt jetzt einer daher, auch ein Einzeltäter, der durch eine stinknormale Predigt in einer nicht radikalen Moschee in Deutschland und Mohammed(!) zum Mord an möglichst vielen Christen und Jugendlichen motiviert wird.
Nun, dann sind wir jetzt einmal froh, daß es wenigstens nichts mit dem IS zu tun hat.
So viel steht offiziell schon einmal fest.
Und nun?
Wiederholen wir es noch einmal ganz langsam:

    • Eine islamische Predigt
    • In einer deutschen Moschee
    • die keineswegs radikal war
    • unter Berufung auf Mohammed
    • ein Mensch tot
    • weitere schwer verletzt



Ist das jetzt auch ganz offiziell der erste Terroranschlag, bei dem man sagen darf, der hatte mit dem stinknormalen-der- nette -Moslem von- nebenan- Islam  zu tun?
Das ist mehr als nur beunruhigend, denn wie man mehr als deutlich sieht, braucht es keinerlei “Radikalisierung”  - das Radikale, die Wurzel des Übels ist das Übel selbst.


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